Die European Digital Identity Wallet, kurz EUDI Wallet, wird den digitalen Zugang zu Finanzdienstleistungen in Europa nachhaltig verändern. Mit eIDAS 2.0 und der kommenden AML-VO entstehen neue Anforderungen an Finanzinstitute. Gleichzeitig eröffnet die EUDI Wallet Chancen für effizientere KYC-Prozesse, ein nutzerfreundlicheres Onboarding und sichere digitale Identitätslösungen. Betroffen sind Banken, Wertpapierinstitute, Zahlungsdienstleister, Kryptowerte-Dienstleister und weitere regulierte Institute.
Die wichtigsten Punkte im Überblick
- EUDI Wallet: Die Wallet schafft einen vertrauenswürdigen und interoperablen Rahmen für digitale Identitäten und Nachweise in der gesamten EU.
- eIDAS 2.0 und AML-VO: Die neuen Vorgaben verändern die Anforderungen an Identitätsprüfung, digitale Zugänge und KYC-Prozesse. Die relevanten Compliance Fristen am 10. Juli 2027 und am 24. Dezember 2027 sollten frühzeitig in die Umsetzungsplanung einbezogen werden.
- KYC und Onboarding: Finanzinstitute müssen prüfen, wie die EUDI Wallet in bestehende Onboarding-Prozesse, Identitätsmanagementsysteme und technische Architekturen integriert werden kann.
- Datenschutz und digitale Identitäten: Die EUDI Wallet setzt datenschutzrechtliche Grundsätze wie Datenminimierung und Transparenz technisch um. Finanzinstitute sollten frühzeitig bewerten, welche Identitätsattribute für einzelne Anwendungsfälle tatsächlich benötigt werden und wie Betroffenenrechte künftig umgesetzt werden.
- Strategische Chancen: Die EUDI Wallet ist mehr als ein Pflichtprogramm. Sie kann dazu beitragen, Zugänge zu Finanzdienstleistungen einfacher, sicherer und effizienter zu gestalten.
- Vorbereitung auf 2027: Organisationen sollten jetzt eine belastbare Roadmap entwickeln, Zuständigkeiten festlegen und rechtliche sowie technische Handlungsfelder priorisieren.
Hintergrund: Webinarreihe „New Era of Financial Services“
Die Punkte stammen aus dem ersten Webinar der Reihe „New Era of Financial Services: Transformation und Regulierung im neuen digitalen Zeitalter“ vom 2. September 2026.
Anna Eickmeier und Dr. David John von YPOG gaben gemeinsam mit Dr. Jonas Groß, Managing Director bei Etonec, einen praxisnahen Überblick über die Funktionsweise der EUDI Wallet, den aktuellen Umsetzungsstand und die Auswirkungen auf regulierte Institute. Die vertiefenden Inhalte findest du in der Präsentation zum Webinar.
Ausführliches Briefing folgt
Ein ausführliches Briefing zu den rechtlichen und technischen Anforderungen der EUDI Wallet erscheint in Kürze an dieser Stelle.
Nächster Termin: Der AI Act für Finanzdienstleister
Die zweite Session der Reihe „Der AI Act für Finanzdienstleister: Regulatorische Anforderungen und technischer Nachweis am praktischen Beispiel“ findet am 12. Oktober 2026 um 13:00 Uhr via Microsoft Teams statt. Hier geht es zur Registrierung.
Beratung zu EUDI Wallet und digitalen Identitäten
YPOG berät Finanzinstitute, Zahlungsdienstleister, Kryptowerte-Dienstleister und Technologieunternehmen zu den rechtlichen, regulatorischen und datenschutzrechtlichen Fragen rund um eIDAS 2.0, die EUDI Wallet, KYC-Prozesse und digitale Identitäten. Für ein unverbindliches Erstgespräch zu deinen konkreten Handlungsfeldern stehen wir dir jederzeit zur Verfügung.
YPOG steht für You + Partners of Gamechangers. Die führende Kanzlei für Rechts- und Steuerberatung begleitet Gründer:innen, Investor:innen, Unternehmen und Fonds in Deutschland und international bei der Umsetzung visionärer Ideen im Tech-Ökosystem und in dynamischen Zukunftsmärkten.
YPOG berät bei der Strukturierung von Venture-Capital- und Private-Equity-Fonds, Finanzierungsrunden und komplexen Transaktionen sowie zu regulatorischen und steuerlichen Fragen rund um digitale Vermögenswerte und Finanzinnovation. Als strategische Partnerin entwickelt YPOG praxisnahe und rechtlich exzellente Lösungen. Dabei verbindet die Kanzlei juristische und steuerliche Expertise mit Legal Tech, digitalen Workflows und KI-basierten Systemen für effiziente und skalierbare Beratung.
YPOG und ihre Berufsträger:innen werden regelmäßig von JUVE, Chambers and Partners, The Legal 500, Best Lawyers und Leaders League ausgezeichnet. Mehr als 380 Rechtsanwält:innen, Steuerberater:innen, Tax Specialists und eine Notarin sowie Business Professionals arbeiten für YPOG an den Standorten Berlin, Hamburg, Köln und München.
Weitere Informationen: www.ypog.law und www.linkedin.com/company/ypog